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Meditation

 
       
  Meditation, lat.: »nachsinnen«; ein Sammelbegr. für verschiedene Arten der Bewußtseinserweiterung, der Innenschau und der Ausübung der Mystik, die in den östlichen Weisheitslehren (Hinduismus, Buddhismus, Sufismus, Zen) und im Christentum als praktizierte Mystik eine lange Tradition haben. Voraussetzung ist, daß der Verstand, das Gefühl und der Körper völlig zur Ruhe kommen. In der Regel wird dies dadurch erreicht, daß der Meditierende eine bestimmte Sitzhaltung (Yoga) einnimmt. Es gibt aber auch die Bewegungs.-M., die durch den Gruppentanz (Sufismus), durch Schattenboxen (Tai Chi) oder wilde Tanzbewegungen wie in der Dynamischen M. des - Bhagwan) ausgeübt wird. Erstrebtes Ziel ist entweder ein Zustand der Überwachheit (Buddhismus) oder eine Absenkung des Bewußtseins (Mystik). Durch Messung der Gehirnwellenaktivitäten (Bewußtseinserweiterung, Biofeedback) läßt sich die positive Wirkung der M. nachweisen. In der Praxis wird die M. außer durch bestimmte Körperhaltungen durch bewußtes und kontrolliertes Atmen ausgeübt. Die Atemtechniken führen am schnellsten den gewünschten psychischen Zustand herbei, weil der Atem gleichsam ein Bindeglied zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein ist. Dazu kommen in der Zen.-M. paradoxe Sätze (Koan) und im Yoga geometrische Figuren (Mandala) oder Silben (Mantra, Om).

Das Wort stammt vom lateinischen meditatio, Nachdenken, Versenkung. Man bezeichnet unterschiedliche Übungen damit. Nicht bei allen sitzt man bewegungslos in immer der gleichen Haltung. Das japanische Teezeremoniell z. B. beinhaltet die Zubereitung und das Trinken von Tee, und doch ist es eine M. Fast alle M. zielen darauf ab, den Fluß der Gedanken zu beherrschen, um ihn zur Ruhe kommen zu lassen. Gelassenheit, innere Ruhe und Einsicht können durch M. erlangt werden.

1. Das lateinische Zeitwort >meditari< läßt sich mit >nachsinnen, überdenken, auf etwas sinnen, dann aber auch mit >einüben, einstudieren< übersetzen. Im AT bedeutet das entsprechende Wort etwas Ähntches wie >halblaut murmelnd lesen. Dahinter steht die Erfahrung: Wer laut liest, erfaßt das Gelesene tiefer. Im NT entspricht der M. das >Bewegen der Worte im Herzen< (Lk 2,19). In der Spätantike wurde >meditari, für das Üben der Rekruten ähnlich wie >exerzieren< verwendet. Bei den Mönchen schließlich hieß M., daß sie sich in bestimmten Zeiten in ihren Zellen im Beten und in der Stille vor Gott übten Fasten, Kloster). In der modernen Welt, in der fast alles raschen Veränderungen unterliegt, werden die Menschen durch zahllose Informationen und Einflüsse in ihrem Bewußtsein sehr stark auf Äußeres gerichtet. Sie geraten in die Gefahr, oberflächlich und gleichgültig zu werden. Um dieser Entwicklung zu begegnen, wurden in neuester Zeit zahlreiche Formen und Wege der M. wieder oder neu entdeckt. Fernöstliche M.übungen finden oft stark verändert -Einfluß. Überall da, wo sie mit uns unverständlichen Worten und Anweisungen verbunden sind, droht Gefahr. Der Übende wird gleichsam verzaubert, sein Unbewußtes gewinnt so stark Gewalt über ihn, daß er ohne beratende Hilfe oft nicht mehr damit umgehen kann. Aber es gibt heute auch eine Reihe von Übungen zur M., die ohne religiöse Beeinflussung dem Menschen helfen, mehr über sich selbst zu erfahren. z. B. in Selbsterfahrungsund therapeutischen Gruppen. Sie zeigen Wege nach innen und helfen, das Leben 119 zu vertiefen Seelsorge). M.weisen, die aus dem christlichen Glauben hervorgehen, wollen ebenfalls zur Selbstfindung helfen, chirstliche Überzeugung ist aber, daß das Befreiende nicht in uns selbst zu finden ist, sondern in der Begegnung mit dem Evangelium von Jesus Christus. Besinnendes Denken, Betrachtung eines Bildes, eines Symbols, eines Bibelwortes sind Stufen der M.. Wer darin geübt ist, erlebt, daß der Gegenstand des Nachdenkens im Innern Raum gewinnt. Solche M. führt zur Orientierung, zum Beten, schließlich zu entsprechendem Engagement, zur Teilnahme am Leiden anderer Menschen, zum Widerstand gegen Unrecht und ungerechte Verhältnisse, an Jesus orientiert, jedoch niemals zur Flucht aus der Wirklichkeit. M. L. beten; Ekstase; glauben; Mystik

Meditation [lat.; Nachsinnen], innere Übung der seelischen Entspannung zur Vorbereitung der Kontemplation oder als Autogenes Training; vor allem in der Mystik und im Yoga gebräuchlich. Die Betrachtung eines Bildes ( Mandala) oder eines religiösen Textes kann den Erfolg der M. unterstützen.
Meditation, Technik der Gedanken- und Geisteskontrolle, die oft ein Gefühl der tiefen inneren Ruhe und des Friedens vermittelt und zur Erfahrung der Selbstverwirklichung und transzendentalen Bewußtheit führen kann. Meditationsübungen sind ein Bestandteil vieler großer Weltreligionen, so des Buddhismus, des Hinduismus, des Islam und des Christentums. Prinzipiell kann man zwischen zwei Arten der Meditation unterscheiden. Die erste beruht vor allem auf der Fähigkeit zur Konzentration, mit deren Hilfe man seine gesammelte Aufmerksamkeit auf ein meditatives Symbol (z. B. ein Mandala), einen rhythmischen Klang oder Laut (z. B. ein Mantra) oder auf den eigenen Atem richtet. Das Ziel dabei ist, die Gedanken mehr und mehr nach innen zu lenken, bis sich Denken und Geist selber transzendieren. Bei der zweiten Art kommt es nicht so sehr darauf an, einen höheren Bewußtseinszustand zu erreichen, sondern darauf, ein »unbeteiligtes Gewahrsein« zu entwickeln und unvoreingenommen den Fluß der Ereignisse, Gefühle und Gedanken zu beobachten. Durch diese Technik lernt der Meditierende, das Auf und Ab der Gefühle und Gedanken und den Lauf der Dinge zu verstehen. In letzter Zeit hat man zunehmend die Bedeutung der Meditationstechniken für die Gesundheit erkannt. Vertreter der ganzheitlichen Medizin empfehlen die Meditation als Heilmittel für viele streßbedingte Erkrankungen, einschließlich Krebs.
 
 

 

 

 
 
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