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ASW

 
       
  ASW, Abk. für außersinnliche Wahrnehmung, auch ASE (außersinnliche Erfahrung); eine von Rhine in die Parapsychologie eingeführte Sammelbez. für das Wahrnehmen von Vorgängen, Objekten u. Erscheinungen, die außerhalb der sinnlichen Wahrnehmung (Gesicht, Gehör, Tastsinn, Geruch und Geschmack) liegen und mit den Naturgesetzen nicht erklärbar sind. Dazu gehören Ahnung, Hellsehen (Präkognition), Telepathie und auch die Träume.

ASW ist die Abkürzung für »außersinnliche Wahrnehmung«, volkstümlich: der 6. Sinn. Es ist inzwischen auch in der Wissenschaft weitgehend unbestritten, dass es ihn – bei wenigen Menschen – gibt. Es ist der Sinn, der neben den normalen fünf Sinnen – Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten – existiert. Der Begriff stammt von dem amerikanischen Wissenschaftler Professor Dr. D. B. Rhine, der als Erster die Existenz von ASW nachwies. Zunächst befasste er sich ausschließlich mit der Telepathie, die fälschlicherweise auch Gedankenübertragung genannt wird. Telepathie kommt aus dem Griechischen und bedeutet »Ferne erfahren« bzw. » erleiden«. Die amerikanische und sowjetische Militärforschung haben Telepathie während des kalten Krieges zu Mitteln der Information ausgebaut. Über die sowjetische Flotte wurde seinerzeit bekannt, dass es ihr gelinge, über Telepathie U Boote in allen Teilen der Welt erreichen zu können.
Schon 1937 wurde von der Amerikanischen Gesellschaft für psychische Forschung ein Experiment unternommen, dass in der Wissenschaft Aufmerksamkeit erregte. Es gab einen Gedankenaustausch zwischen dem australischen Arktisforscher Sir Hubert Wilkins, der eine Rettungsexpedition zum Nordpol führte, um einen im Eis notgelandeten russischen Piloten zu finden, und dem amerikanischen Telepathieexperten Harold Sherman. Dreimal wöchentlich sandte Wilkins zu bestimmten Zeiten seine Gedanken an Sherman und führte darüber Tagebuch. Sherman tat dasselbe in New York. Nach jedem »Gedankengespräch« über tausende von Kilometern sandten beide Berichte darüber an Dr. Gardner Murphy von der Gesellschaft für psychische Forschung. Als Dr. Murphy das Material verglich, stellte er fest, dass mehr als 80 Prozent der Eintragungen identisch waren. Gelegentlich gelang Sherman eine Art Fernseh Telepathie. Am 11. November 1937 sah Sherman vor seinem geistigen Auge, dass Wilkins’ Flugzeug bei einem Schneesturm notlanden musste. Unmittelbar anschließend empfing er ein Bild des Forschers, der im Smoking auf einem Ball Walzer tanzte. Das ergab zunächst keinen Sinn. Zehn Tage später lieferte Wilkins die Auflösung des Rätsels. In seinem eigenen Bericht schilderte er, dass sein Flugzeug bei einem Hilfsflug nach Saskatchewan bei einem Schneesturm in der Stadt Regina niedergehen musste. Der dortige Gouverneur hatte ihn sofort zum Ball des Waffenstillstandstages eingeladen, wo er im Smoking Walzer tanzte. Dieser Fall machte in der wissenschaftlichen Literatur Schlagzeilen. Zurückhaltender waren die Versuche des amerikanischen Schriftstellers Upton Sinclair und seiner Frau Mary kommentiert worden, von denen sie in einem 1928 veröffentlichten Buch berichteten. Das Buch enthielt 100 schlichte Zeichnungen, die Sinclair seiner Frau telepathisch übermittelt hatte und die überraschend ähnlichen Zeichnungen und Kommentare, die sie daraufhin gezeichnet bzw. abgegeben hatte. Im Vorwort zu diesem Buch schrieb der große Albert Einstein: »Sinclairs Redlichkeit und Zuverlässigkeit stehen außer Frage.
Viele Menschen sind mit dem so genannten Dejä vu Erlebnis konfrontiert worden, dem unheimlichen Gefühl, an einem bestimmten Ort schon einmal gewesen zu sein, obwohl das unmöglich erscheint. Oder einen bestimmten Menschen schon gesehen zu haben, ohne zu wissen, wo und wann. Es gibt kaum einen Menschen, der dieses Gefühl noch nie gehabt hat. Die orthodoxe Psychiatrie erklärt dies damit, dass sich eine falsche Erinnerungstür geöffnet haben müsse. Statt »den kenne ich nicht« signalisiere die Erinnerung »den habe ich schon mal gesehen«. Eine weitere Erklärung des Phänomens gibt die Psychiatrie nicht. Auch die Parapsychologie ist der Meinung, dass sich eine Erinnerungstür öffnet. Viele Vertreter dieser Wissenschaft glauben, dass die Betroffenen entweder im Traum oder im Wachzustand ein »vorauswissendes« Erlebnis hatten, das aber so schnell abgelaufen sei, dass es sofort wieder vergessen wurde. Als sich das Erlebnis dann in der Wirklichkeit wiederholte, habe der Betroffene sich daran erinnert, es schon einmal ablaufen gesehen zu haben. Eine Minderheit der Parapsychologen ist der Meinung, dass die Kenntnisse in einem früheren Leben Leben nach dem Tod) erworben wurden. Es gibt hunderte von geprüften und gesicherten Berichten von Dejä vuErlebnissen. So kam zum Beispiel der amerikanische Sergeant Paul Tenderson im Zweiten Weltkrieg in ein belgisches Dorf, das er noch nie gesehen hatte. Er war bisher nicht einmal in Europa gewesen. Aber er kannte das Dorf so gut, dass er seine Kameraden ohne Umwege zu einem abgelegenen Gasthaus führte, an das er sich erinnerte. Zu ASW gehören noch parapsychologische Gebiete wie Hellsehen (Präkognition), Träume, das zweite Gesicht (Wahrnehmung eines Gegenstandes oder Vorgangs außerhalb der normalen sinnlichen Vermittlung), Psychokinese (PK) und Ahnungen. Ein geprüftes Beispiel: Mrs. Lena Liebowitz aus Brooklyn (New York City) kaufte sich ein Radio. Da sie keinen Nachttisch hatte, ließ sie ein Regal über ihrem Bett anbringen, wohin sie das Radio stellte. Nach Monaten passierte es, dass die Mutter der jungen Frau nicht einschlafen konnte, da sie ein schreckliches Bild vor Augen hatte: Sie sah, dass die Radioschnur um den Arm der Tochter gewickelt war. Als sie sich umdrehte, wurde das Gerät herabgezogen und zerschmetterte den Kopf der jungen Frau. Dieses Bild empfand die Mutter so real, dass sie in das Zimmer der Tochter rannte. Der Arm lag genauso an der Wand, wie sie es gesehen hatte, die Schnur war darum geschlungen. Mit der nächsten Bewegung hätte sie das Gerät vom Regal gerissen, und es wäre auf ihren Kopf gefallen. Die Mutter weckte die Tochter vorsichtig auf und rettete ihr so das Leben. Nicht jede Ahnung kommenden Unheils ist so klar wie diese. Manchmal gibt es nur ein ungutes Gefühl, dass etwas passieren könnte. Am 30. Juli 1963 machte Royce Atwood Wight aus Miami (US Bundesstaat Florida) ein Schläfchen in seinem kleinen Haus. Er wachte plötzlich auf und rannte, ohne zu wissen warum, ins Freie. Sekunden später krachte eine zwölf Meter hohe und drei Tonnen schwere Betonsäule, die bei seinem Haus aufgestellt wurde, durch das Dach und zerstörte das Sofa, auf dem Wight noch vor Sekunden geruht hatte. »Ich hatte wohl einen Schutzengel«, sagte Wight nach der glücklichen Rettung.
Beispiele wie diese kennt die ASWForschung zu tausenden. Allerdings spielen häufig auch weniger übernatürliche Dinge eine Rolle als vielmehr nur besonders geschärfte Sinne. So berichtete ein amerikanischer Kaufmann nach einer Reise durch Brasilien von einer Geister stimme, die »Rettet euch!« gerufen habe als er unter einem Baumriesen rastete. Kaum hatte er sich in Sicherheit gebracht, stürzte der Baum zusammen. Aber durch strenge Befragungen stellte sich heraus, dass es keine Geisterstimme war, die ihm das Leben rettete, sondern nur seine geschärften Sinne. Der Baum war, äußerlich unsichtbar, von Termiten zerfressen. Der Kaufmann gab zu, dass ihn sein überempfindliches Gehör gewarnt hatte.
ASW (englisch ESP), außersinnliche Wahrnehmung.
 
 

 

 

 
 
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