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Dee, John

 
       
  (1527-1608), englischer Gelehrter, Mathematiker und astrologischer Berater Königin Elisabeths der I. D. beschäftigte sich auch mit Magie, was für damalige Zeiten üblich war. So schuf er für den Seekrieg der englischen Flotte gegen die spanische Armada einen Talisman, der zum Sieg verhelfen sollte. Er ist heute noch im Britischen Museum in London zu sehen. Vor allem aber ist er durch seine Arbeiten mit der –> Henochischen Magie bekannt, die er mit seinem Assistenten Edward Kelley zusammen praktizierte.

Dee, John (1527-1608), walisischer Mathematiker, Astrologe und Kristallomant, der, in der hermetischen Tradition der Renaissance wurzelnd, Mathematik, Kabbala und Alchimie miteinander zu verbinden suchte; Autor von etwa 5o wiss. Werken, die z. T. große Beachtung fanden und u. a. auf Andreae und die Rosenkreuzer-Bewegung starken Einfluß ausübten. Sein, wichtigstes Werk ist wohl die 1564 erschienene, pythagoräisch-kabbalistische Schrift Monas hieroglyphica (Übersetzung: Josten 1964). Reisen auf dem Kontinent führten D. u. a. in das Prag Kaiser Rudolphs II. Dabei scheint er auch eine religiöse Reformbewegung ins Leben gerufen zu haben, deren Ziel die Aufhebung der religiösen Zersplitterung in einer mystischen philos. Harmonie war. Vorbild dieser Ordnung waren ihm die hierarchisch gegliederten Reiche der Engel. - Am 21. 1t. 158z will D. am westlichen Fenster seines Studierzimmers von einem EngelUriel«) einen Kristall erhalten haben, der ihm als visionäres Hilfsmittel diente ( Meyrinks Roman Der Engel vom westlichen Fenster, 1927). D. glaubte an die Realität der Engel und an die Möglichkeit, sich ihrer Dienste durch kabbalistische Magie versichern zu können. Die Verbindung von Engelsvisionen und Mathematik, die durch die Veröffentlichung seines »spirituellen Tagebuches« (durch -» Casaubon 1659) offenbar wurde, diskreditierte den Menschen und Wissenschaftler D. für Jh.e. Von D. werden einige PK-Manifestationen - Raps im Labor - berichtet; die Fälle sind aber von geringem Wert, da meist nur sein Assistent Edward Kelley, ein Advokat von zweifelhaftem Ruf, der Gewährsmann ist. Die Kristallvisionen D.s scheinen echte paranormale Elemente enthalten zu haben, und Teile seiner Werke erfolgten wahrscheinlich in Automatischer Schrift. 1873 trat bei Moses eine Trancepersönlichkeit auf, die sich durch Automatische Schrift mitteilte und behauptete, D. zu sein (es bestand keine Ähnlichkeit mit D.s Handschrift).
 
 

 

 

 
 
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