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Besessenheitsepidemien

 
       
  Besessenheitsepidemien. Vor allem in Nonnenklöstern und ähnlichen Anstalten traten in den vergangenen Jahrhunderten solche »Epidemien« auf, erfaßten aber nie mehr als einige Dutzend Personen. Die zölibatäre Lebensweise der Nonnen schuf die psychischen Voraussetzungen für hysterische Reaktionsmuster (Hysterie). Besprechen, eine Form des Gesundbetens und Segnens, die auf der suggestiven Wirkung von Worten bzw. Zaubersprüchen beruht. Sie unterscheidet sich vom Beschwören dadurch, daß kein Gegenübertreten bzw. Kampf mit einem Geistwesen stattfindet. Negative Formen des B. sind das Berufen (durch unwissentliche Benutzung eines Wortes oder einer Zauberformel kann es zu einer Behexung kommen) und das Verrufen (die wissentliche Anwendung von Zauberformeln, um besonders dem Vieh Schaden zuzufügen).

Besessenheitsepidemien, waren in Europa vom MA. bis ins 19. Jh. häufig: Auf religiösem Hintergrund artikulierte sich, nach tiefenps. Verständnis, in ihnen eine negative Seite des Christentums. Bekannt wurden die Fälle von Loudoun, Friedeberg in der Neumark (1593; 150 Besessene) und der Fall der besessenen Kinder von Morzine (Kanton Genf), der von 1857 an etwa ein Jahrzehnt lang dauerte. (Im Fall von Morzine wurde Xenoglossie behauptet, doch Lafontaine, der einige Kinder behandelte, erklärte, in diesem wie in anderen Fällen hätten die Patienten mit einer gewissen Leichtigkeit bizarre Laute aneinandergereiht, die man dann als Sprache eines anderen Volkes deutete.)
 
 

 

 

 
 
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